Die Zukunft aus der Kaffeetasse lesen

Das Kaffeetrinken als Zwischenmahlzeit am Nachmittag ist für Bulgaren in ihrem Tagesablauf keine feste Mahlzeit und daher nicht üblich. Man trinkt tagsüber zwar Kaffee, sogar viel Kaffee, aber nicht unbedingt mit einem Stück Kuchen. Nur die Damen der alten Schule treffen sich zum Klatsch und Tratsch beim Kaffeetrinken und versuchen die Zukunft ihrer Familien aus…

Wie die Aubergine in Gera Superstar wurde: Kulinarisches mit einer Prise Regionalstolz

Nun musste der geübte tapfere DDR-Bürger sich natürlich offenbaren und gegensätzliche Erfahrungen, die meisten hätten sie nie sammeln mögen, als Ausgleich ausstoßen. Das Fremde wurde stets pragmatisch und fast ohne Annährungsversuche vernommen. Die Werktätigen in beiden Länder wollten der gegenseitigen simplifizierten Völkerverständigung auch kulinarisch nicht sonderlich nachhelfen. Aus gutem Grund! Die Bulgaren hatten sich unverzüglich…

Ich hätte gern zwei Gurken, bitte!

Bulgarien und Ungarn waren als Hauptlieferanten für die Obst- und Gemüseversorgung im sozialistischen Lager zuständig. In der Tat, gab es einige Jahre in denen auf dem Markt und in dem Laden auch Paletten mit Weintrauben, Pfirsichen, Aprikosen, Paprika und Auberginen zu sehen waren. Sie kamen aus diesen Ländern bis sich der Westmarkt für ihre Produkte…

Die Zukunft fängt mit der Erinnerung an …

Menschen erinnern sich gerne, weil sie sich bestimmen wollen. Und sie lassen ihre Gegenwart und Zukunft durch die Erinnerung einfach beeinflussen. In der Vergangenheit kündigen sich die Lebensumwälzungen oft an, lange bevor sie die Gegenwart erreichen. Über den Alltag ist viel bekannt. Über die Gesellschaft und die Politik – ebenso. Aber wie sieht es bei…

… andere Probleme

Wie man aus der erlebten Geschichte entnehmen kann, die Begriffe Integration, Globalisierung und Toleranz hatten in der DDR ganz andere, überwiegend positive Bedeutung, als gegenwärtig, nämlich kollektives Zusammenleben und gegenseitige Hilfsbereitschaft. Nach der Wende hatte ich mit einer großen Vielfalt an Beschimpfungen als „dreckige Türkin“, obwohl ich immer ordentlich angezogen war, als „Zigeunerin“, für die…

Linguistische Verwirrungen und …

Bei unserer Ankunft in DDR hatten wir von Leben, Sitten, Gebräuche und Sprache überhaupt keine Ahnung und selbstverständlich, obwohl wir uns nicht anmerken lassen wollten, eine sehr naive Vorstellung aus heutiger Sicht, jeder hat es sofort gemerkt, dass wir Bulgaren waren. Meine, damals noch rabenschwarze Haare, verrieten mich unweigerlich als Südländerin. Man brauchte gar nicht…