Außenumbauten am L200: Was wir verändert haben und warum es so wichtig war

Warum wir den Außenbereich überhaupt verändert haben

Als wir den Mitsubishi L200 gekauft haben, war uns schnell klar, dass wir außen einiges anpassen müssen. Das Auto war gebraucht, und einige Teile zeigten bereits deutliche Abnutzung. Gleichzeitig wussten wir genau, welche Art von Reisen wir künftig machen möchten und dafür braucht man das passende Material. Ein PickUp, der als Camper genutzt wird, muss mehr leisten als ein normales Alltagsauto. Er muss robust sein, zuverlässig, sicher und bereit für Gelände, Wetter und Gewicht.

Ein weiterer Punkt war reine Neugier. Wir wollten ausprobieren, wie sich größere Reifen, ein anderes Fahrwerk oder eine neue Beschichtung auf das Fahrgefühl auswirken. Wir wollten lernen, schrauben, testen und Erfahrungen sammeln – sowohl beim Fahren als auch beim Bauen. Der Außenumbau war für uns also nicht nur notwendig, sondern auch ein spannendes Projekt.

Die Ladeflächenbeschichtung: Schutz für das Herzstück des Campers

Bevor das Campertop montiert wurde, mussten wir die Ladefläche vorbereiten. Wir wussten, dass später eine Bodenplatte hineinkommt und dass die Fläche dauerhaft vor Rost und Abnutzung geschützt sein muss. Die alte Laderaumwanne hatte deutliche Spuren hinterlassen, der Lack war an vielen Stellen beschädigt. Also haben wir entschieden, die Ladefläche einmal richtig zu versiegeln.

Wir haben uns für eine Beschichtung von Herculiner entschieden – schwarz, passend zum Campertop. Die Arbeit haben wir komplett selbst übernommen. Zuerst wurde die Ladefläche geschliffen, dann gründlich mit Aceton gereinigt und anschließend versiegelt. Nach zwölf Stunden kam die zweite Schicht. Die Hecktür haben wir bewusst ausgelassen, weil sie später ohnehin, sobald der Campertop drauf ist, dauerhaft abmontiert wird.

Der Prozess lief erstaunlich gut. Das Einzige, worauf wir achten mussten, war, dass kein Laub oder Staub auf die frische Beschichtung fällt. Also haben wir improvisiert, abgedeckt und vorsichtig gearbeitet. Am Ende war die Ladefläche perfekt geschützt und bereit für alles, was wir später darauf aufbauen würden.

Neues Fahrwerk und Höherlegung: Mehr Komfort und mehr Offroad‑Tauglichkeit

Das alte Fahrwerk war deutlich in die Jahre gekommen. Mit dem Gewicht des Campertops – rund 200 – 250 kg – war klar, dass wir es nicht weiter belasten konnten. Also haben wir uns für ein neues Fahrwerk entschieden. Wir waren gespannt, wie sich das Fahrgefühl verändern würde, und können heute sagen: Es hat sich absolut gelohnt.

Der L200 fährt sich seitdem viel sanfter und komfortabler. Die Höherlegung kam automatisch mit dem neuen Fahrwerk und hat uns zusätzlich mehr Bodenfreiheit gebracht. Das macht sich vor allem im Gelände bemerkbar. Wir können durch tiefere Wasserstellen fahren, über unebene Wege und allgemein entspannter Offroad unterwegs sein. Das Auto wirkt stabiler, sicherer und einfach „bereit“.

Unterfahrschutz: Sicherheit zuerst

Der Unterfahrschutz war tatsächlich das erste Teil, das wir nach dem Kauf des Autos verändert haben. Der originale Schutz bestand aus Plastik – und das ist für Offroadfahrten einfach nicht geeignet. Wir wollten etwas Robustes, etwas, das wirklich schützt. Also haben wir uns für einen Unterfahrschutz aus 6 mm Aluminium entschieden.

Seitdem fühlen wir uns deutlich wohler. Der Schutz sieht gut aus, ist stabil und gibt uns das Gefühl, dass der L200 auch härtere Strecken problemlos mitmacht.

Von außen sieht der L200 aus wie ein normales Auto mit einem Top drauf. Und genau das wollten wir. Wir möchten nicht, dass jeder sofort erkennt, dass es ein Camper ist. Der L200 soll unauffällig bleiben, schlicht, robust und nicht nach „Reisemobil“ schreien.

Trotzdem hat sich durch die Außenumbauten unglaublich viel verändert. Das Auto wirkt erwachsener, stabiler und sicherer. Es fährt sich besser, es fühlt sich besser an, und es ist bereit für genau die Reisen, die wir vorhaben. Die Kombination aus Campertop, Beschichtung, Fahrwerk und Unterfahrschutz war richtig und wichtig – für Sicherheit, Komfort und das gesamte Fahrgefühl.

Was wir anderen mitgeben möchten

Wenn du deinen PickUp außen umbauen möchtest, dann achte zuerst auf das Gewicht. Ein Campertop bringt schnell 200–300 kg mit sich, und dazu kommen Innenausbau, Kleidung, Küchenutensilien usw. und natürlich ihr selbst. Das Fahrwerk muss das tragen können – sicher und langfristig.

Überlege dir außerdem, was Priorität hat. Was muss sofort gemacht werden? Was kann warten? Eine Liste mit „Now to do“, „Must have“ und „Nice to have“ hilft enorm. Manche Teile haben lange Lieferzeiten, manche müssen in der Werkstatt montiert werden. Ein guter Plan spart Zeit, Geld und Nerven.

Und ganz wichtig: Testet, probiert aus, sammelt Erfahrungen. Ein PickUp‑Camper ist ein Projekt, das wächst. Man lernt mit jedem Umbau, mit jeder Fahrt und mit jedem neuen Teil dazu.

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